Lexikon
Checkout
Der Checkout ist der Kaufabschluss-Prozess im Shop – von der Eingabe der Daten bis zur Bestätigung und damit der conversion-kritischste Schritt vor dem Kauf.
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Was ist der Checkout?
Der Checkout ist die letzte und entscheidende Etappe vor dem Kauf. Reibung an genau dieser Stelle – ein Pflichtkonto, zu viele Felder oder überraschende Versandkosten – führt besonders häufig zum Abbruch, obwohl die Kaufabsicht eigentlich da war.
Ein guter Checkout ist kurz, transparent und vertrauenswürdig: Gastkauf, wenige Schritte, alle Kosten früh sichtbar und die gängigen Zahlarten. Jede entfernte Hürde wirkt sich direkt auf den Umsatz aus.
Auf einen Blick
- Der Checkout ist der Kaufabschluss – von der Dateneingabe bis zur Bestätigung.
- Häufigste Abbruchgründe: überraschende Kosten, Pflichtkonto, zu viele Schritte.
- Hebel: Gastkauf, kurze Formulare, Kostentransparenz, beliebte Zahlarten, Vertrauen.
- Jede entfernte Hürde senkt die Abbruchrate direkt – siehe „Warenkorbabbruch“.
Welche Schritte hat ein Checkout?
Ein klassischer Checkout führt in wenigen, klaren Schritten zum Abschluss. Je kürzer und transparenter dieser Weg, desto mehr Besucher kommen ans Ziel:
- 1
Warenkorb
Übersicht der Produkte mit Menge, Preis und – wichtig – früh sichtbaren Versandkosten.
- 2
Identifikation
Gastkauf oder Login. Ein Pflichtkonto ist hier eine der größten Abbruchursachen.
- 3
Adresse & Versand
Liefer-/Rechnungsadresse und Versandart. Wenige Felder, sinnvolle Vorbelegung, klare Lieferzeit.
- 4
Zahlung
Gängige Zahlarten anbieten – inklusive der in Deutschland beliebten Optionen wie Rechnung und PayPal.
- 5
Übersicht & Bestätigung
Letzte Kontrolle aller Angaben, klare Konditionen, dann die verbindliche Bestellung.
- 6
Bestätigungsseite
Dank, Bestellübersicht und nächste Schritte – das schafft Sicherheit und senkt Support-Anfragen.
Welche Conversion-Killer lauern im Checkout – und wie löst du sie?
| Reibungspunkt | Wirkung | Lösung |
|---|---|---|
| Überraschende Versandkosten | Abbruch kurz vor Schluss | Kosten früh im Warenkorb zeigen |
| Pflicht zur Registrierung | Besucher springen ab | Gastkauf anbieten |
| Zu viele Felder/Schritte | Frust, Abbruch | Nur Nötiges abfragen, Schritte bündeln |
| Fehlende Wunsch-Zahlart | Kein Abschluss | Beliebte Zahlarten ergänzen |
| Wenig Vertrauen am Schluss | Zögern, Abbruch | Siegel, sichere Zahlung, klare Konditionen |
Gastkauf oder Pflichtkonto – was konvertiert besser?
Die Kontofrage entscheidet überdurchschnittlich oft über Abschluss oder Abbruch:
Gastkauf
empfohlen
- Schnellster Weg zum Abschluss, niedrigste Hürde.
- Konto-Erstellung optional nach dem Kauf anbieten.
- Senkt die Abbruchrate spürbar.
Pflichtkonto
riskant
- Wirkt wie eine zusätzliche Hürde vor dem Kauf.
- Eine der häufigsten Abbruchursachen.
- Nur sinnvoll, wenn ein Konto echten Mehrwert bietet.
Was bringt ein optimierter Checkout?
Weil im Checkout bereits klare Kaufabsicht besteht, zahlt sich jede entfernte Hürde direkt aus. Wie viel Umsatz hinter zurückgeholten Abbrechern steckt, lässt sich konkret beziffern.
Potenzial berechnen
Den Umsatz, der in abgebrochenen Käufen steckt, kannst du im Eintrag „Warenkorbabbruch“ mit dem interaktiven Rechner durchspielen – inklusive realistischer Rückhol-Quote.
Häufige Fehler im Checkout
Diese Hürden kosten am Ende Umsatz
- Versandkosten erst auf der letzten Seite zeigen.
- Registrierung erzwingen statt Gastkauf anzubieten.
- Zu viele Pflichtfelder und unnötige Schritte.
- Keine mobile Optimierung – auf dem Smartphone bricht der Großteil ab.
FAQ
Häufige Fragen zu Checkout
Warum brechen Kunden im Checkout ab?
Häufigste Gründe sind überraschende Zusatzkosten (z. B. Versand), ein Pflichtkonto, ein zu langer oder komplizierter Ablauf, fehlende Wunsch-Zahlart und mangelndes Vertrauen. Genau hier entscheidet sich ein großer Teil des Umsatzes.
Wie optimiere ich den Checkout?
Biete einen Gastkauf an, reduziere Felder und Schritte, zeige alle Kosten früh, ergänze gängige Zahlarten und sichere die Seite mit Vertrauenselementen ab. Jede entfernte Hürde senkt die Abbruchrate direkt.
Sollte ich einen Gastkauf anbieten?
In der Regel ja. Ein Pflichtkonto ist eine der häufigsten Abbruchursachen. Mit einem Gastkauf kommen mehr Besucher zum Abschluss – die Möglichkeit zur Kontoerstellung kannst du optional nach dem Kauf anbieten.
Wie viele Schritte sollte ein Checkout haben?
So wenige wie möglich. Viele starke Shops nutzen einen kurzen mehrstufigen oder einen One-Page-Checkout. Entscheidend ist nicht die exakte Zahl, sondern dass jeder Schritt nötig ist und keine unnötigen Felder oder Ablenkungen enthält.
Was ist ein One-Page-Checkout?
Beim One-Page-Checkout finden alle Eingaben (Adresse, Versand, Zahlung, Übersicht) auf einer einzigen Seite statt. Das kann den Abschluss beschleunigen, muss aber übersichtlich bleiben. Ob One-Page oder mehrstufig besser konvertiert, lässt sich per A/B-Test absichern.
Warum brechen Kunden auf dem Smartphone häufiger ab?
Auf Mobilgeräten liegt die Abbruchrate deutlich über der am Desktop – Studien sehen sie rund 13–16 Prozentpunkte höher. Hauptgründe sind das mühsame Tippen in kleine Formularfelder ohne Autofill, fehlende Express-Zahlarten wie Apple Pay oder Google Pay und langsame Ladezeiten. Da der Großteil des Traffics inzwischen mobil ist, lohnt es sich, den Checkout zuerst fürs Smartphone zu optimieren: große Tap-Flächen, Autofill, Wallet-Zahlarten und kurze Ladezeiten.
Welche Zahlarten sollte ein Onlineshop in Deutschland anbieten?
Im deutschen E-Commerce dominieren wenige Verfahren den Großteil des Umsatzes: PayPal und der Kauf auf Rechnung liegen mit jeweils rund einem Viertel vorn, gefolgt von Lastschrift und Kreditkarte. Eine fehlende Wunsch-Zahlart ist ein häufiger Abbruchgrund – daher sollten zumindest PayPal, Rechnung und eine Kartenzahlung abgedeckt sein, mobil ergänzt um Wallets wie Apple Pay und Google Pay. Welche Verfahren in deinem Shop wirklich gefragt sind, zeigt am Ende deine eigene Auswertung.
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