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Lexikon

E-Commerce

Electronic Commerce, Onlinehandel

E-Commerce ist der Handel mit Waren und Dienstleistungen über das Internet – vom eigenen Onlineshop über Marktplätze wie Amazon bis zum Social Commerce.

Zuletzt aktualisiert:

Was ist E-Commerce?

E-Commerce (Electronic Commerce, Onlinehandel) ist der Handel mit Waren und Dienstleistungen über das Internet. Er umfasst den gesamten Online-Verkauf: die Produktdarstellung, den Warenkorb, den Checkout, die Bezahlung und die Abwicklung bis zur Lieferung. Der eigene Onlineshop ist dabei für viele Marken der wichtigste Kanal.

Erfolgreicher E-Commerce verbindet drei Dinge: passenden Traffic, einen Shop, der überzeugt und verkauft, sowie eine reibungslose Abwicklung, die Vertrauen schafft.

Auf einen Blick

  • E-Commerce = Kaufen und Verkaufen über das Internet.
  • Reicht vom eigenen Onlineshop über Marktplätze bis zum Social Commerce.
  • Erfolg = passender Traffic × überzeugender Shop × reibungslose Abwicklung.
  • Der eigene Shop gibt die meiste Kontrolle über Marke, Daten und Marge.

Welche E-Commerce-Geschäftsmodelle gibt es?

E-Commerce ist nicht gleich E-Commerce – je nachdem, wer an wen verkauft, unterscheiden sich Ansprache, Preise und Abwicklung. Die gängigsten Modelle:

Geschäftsmodelle im Onlinehandel
ModellWer verkauft an wenBeispiel
B2CUnternehmen an EndkundenKlassischer Onlineshop für Konsumenten
D2CMarke direkt an Endkunden, ohne ZwischenhändlerEigener Shopify-Shop einer Marke
B2BUnternehmen an UnternehmenGroßhandels-Shop mit Staffelpreisen
C2CPrivatpersonen untereinanderVerkaufsplattformen für Gebrauchtes

Über welche Kanäle wird online verkauft?

Verkaufen lässt sich auf mehreren Kanälen gleichzeitig. Jeder hat eigene Stärken – viele Marken kombinieren sie bewusst:

Eigener Onlineshop

Volle Kontrolle

  • Marke, Erlebnis, Daten und Marge bleiben bei dir.
  • Basis für nachhaltige Kundenbeziehungen (z. B. Shopify).

Marktplätze

Schnelle Reichweite

  • Sofort Zugriff auf große Käufergruppen (z. B. Amazon).
  • Dafür weniger Markenhoheit und Marktplatz-Gebühren.

Social Commerce

Verkauf im Feed

  • Produkte direkt in sozialen Netzwerken entdecken und kaufen.
  • Stark für impulsgetriebene und visuelle Produkte.

Wie entsteht Onlineshop-Umsatz?

Der Umsatz eines Shops folgt einer einfachen Formel: Besucher × Conversion-Rate × durchschnittlicher Bestellwert. Jeder der drei Hebel wirkt direkt auf das Ergebnis – das zeigt, warum mehr Traffic allein selten reicht:

Umsatz aus drei Hebeln (Rechenbeispiel)

Angenommene Zahlen zur Veranschaulichung – setze deine eigenen ein:

Besucher pro Monat
10.000
Conversion-Rate
2,0 %
Bestellungen
200
Ø-Bestellwert
60 €
Umsatz pro Monat12.000 €

Beispielrechnung mit angenommenen Zahlen. Mit echten Werten rechnest du in den Einträgen „Conversion-Rate“ und „AOV“ (interaktive Rechner).

Was macht einen verkaufsstarken Onlineshop aus?

Ein erfolgreicher Shop ist die Summe vieler Bausteine, die ineinandergreifen. Diese zählen am meisten:

Worauf ein verkaufsstarker Shop aufbaut
BausteinWorum es geht
ProduktseitenKlare Bilder und überzeugende, nutzenorientierte Texte
VertrauenBewertungen, Siegel und transparente Konditionen
CheckoutKurz, mit gängigen Zahlarten und Gastkauf
SichtbarkeitSEO, GEO und passende Werbung bringen Traffic
RechtssicherheitImpressum, Datenschutz, AGB und Widerruf

Häufige Fehler beim Start

Das bremst junge Onlineshops aus

  • Nur auf Traffic setzen, während der Shop selbst nicht überzeugt.
  • Versteckte Kosten im Checkout – ein häufiger Grund für Abbrüche.
  • Schwache Produktbilder und austauschbare Texte.
  • Rechtliche Pflichtangaben (Impressum, Widerruf) vernachlässigen.

FAQ

Häufige Fragen zu E-Commerce

Was bedeutet E-Commerce einfach erklärt?

E-Commerce ist Kaufen und Verkaufen über das Internet. Sobald ein Produkt oder eine Dienstleistung online angeboten und bezahlt wird – etwa in einem Shopify-Shop –, spricht man von E-Commerce.

Was braucht man, um einen Onlineshop zu starten?

Im Kern: ein Produkt, eine Shop-Plattform (z. B. Shopify), Zahlungs- und Versandabwicklung sowie die rechtlich nötigen Texte. Für nachhaltigen Erfolg kommen passender Traffic und ein verkaufsstarker, vertrauenswürdiger Auftritt dazu.

Was ist der Unterschied zwischen E-Commerce und einem Marktplatz?

Im eigenen Onlineshop verkaufst du unter deiner Marke und steuerst Erlebnis, Daten und Kundenbeziehung selbst. Auf einem Marktplatz (z. B. Amazon) erreichst du schnell Reichweite, gibst aber Marke, Margen und Kundendaten teilweise ab. Viele Marken kombinieren beides.

Was sind die wichtigsten E-Commerce-Geschäftsmodelle?

Am verbreitetsten sind B2C (Unternehmen an Endkunden), D2C (Marke direkt an Endkunden ohne Zwischenhändler), B2B (Unternehmen an Unternehmen) und C2C (Privatpersonen untereinander). Welches passt, hängt von Produkt, Zielgruppe und Marge ab.

Wovon hängt der Umsatz eines Onlineshops ab?

Vereinfacht von drei Hebeln: der Zahl der Besucher, der Conversion-Rate (wie viele davon kaufen) und dem durchschnittlichen Bestellwert. An jedem dieser Hebel lässt sich arbeiten – deshalb bringt mehr Traffic allein oft weniger als ein überzeugenderer Shop.

Wie groß ist der E-Commerce-Markt in Deutschland?

Der deutsche B2C-E-Commerce ist ein Milliardenmarkt: 2025 lag der Umsatz laut Handelsverband Deutschland (HDE) bei rund 92 Milliarden Euro, für 2026 wird ein Anstieg auf etwa 96 Milliarden Euro erwartet. Am gesamten Einzelhandel macht der Online-Anteil rund 13 Prozent aus – mit weiter steigender Tendenz.

Wie wichtig sind Marktplätze im deutschen Onlinehandel?

Sehr wichtig: Über Online-Marktplätze wie Amazon läuft inzwischen mehr als die Hälfte des deutschen Onlinehandels (rund 56 Prozent). Sie bringen schnell Reichweite, kosten aber Gebühren und Markenhoheit. Ein eigener Shop sichert dagegen Marge, Kundendaten und Markenerlebnis – viele Marken nutzen deshalb beides parallel.

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