Lexikon
Gastkauf
Guest Checkout
Der Gastkauf erlaubt es Kunden, ohne Registrierung eines Kundenkontos zu bestellen – ein wichtiger Hebel gegen Kaufabbrüche.
Zuletzt aktualisiert:
Was ist ein Gastkauf?
Der Gastkauf (Guest Checkout) erlaubt es Kunden, ohne Registrierung eines Kundenkontos zu bestellen. Ein erzwungenes Kundenkonto ist eine der häufigsten Ursachen für Abbrüche im Checkout: Viele Erstkäufer wollen einfach schnell bestellen, nicht erst ein Konto anlegen. Der Gastkauf entfernt genau diese Hürde.
Das heißt nicht, auf Konten zu verzichten: Am besten bietest du den Gastkauf an und die Kontoerstellung optional nach dem Kauf an – so verlierst du keine Bestellung und kannst trotzdem Stammkunden binden.
Auf einen Blick
- Gastkauf = bestellen ohne Pflicht-Kundenkonto.
- Entfernt eine der häufigsten Abbruch-Ursachen im Checkout.
- Wirkt besonders bei Erstkäufern, die den Shop noch nicht kennen.
- Kontoerstellung optional nach dem Kauf anbieten – das Beste aus beidem.
Warum erhöht der Gastkauf die Conversion?
Jeder zusätzliche Schritt vor dem Abschluss kostet Abschlüsse. Der Gastkauf nimmt den größten davon weg:
| Vorteil | Wirkung |
|---|---|
| Weniger Reibung | Schneller Abschluss ohne Registrierung |
| Geringere Abbruchrate | Vor allem bei Erstkäufern |
| Niedrigere Hemmschwelle | Keine Daten „auf Vorrat“ nötig |
| Flexibilität | Konto optional nach dem Kauf möglich |
Gastkauf oder Pflichtkonto – was konvertiert besser?
Der Unterschied entscheidet oft über den letzten Schritt im Checkout:
Pflichtkonto
Registrierung erzwungen
- Hürde direkt vor dem Abschluss – häufiger Abbruchgrund.
- Schreckt vor allem Erstkäufer ab.
Gastkauf
Konto optional
- Direkter Weg zur Kasse, ohne Registrierung.
- Konto-Angebot nach dem Kauf bindet Interessierte trotzdem.
Wie bietest du das Konto clever nachgelagert an?
Erst kaufen lassen, dann das Konto anbieten
Biete den Gastkauf als Standard an und schlage die Kontoerstellung erst auf der Bestätigungsseite vor – mit klarem Nutzen wie „schnellere künftige Bestellungen“ oder „Sendung verfolgen“. Da die Daten ohnehin schon eingegeben sind, ist die Hürde minimal. So gewinnst du Abschlüsse und Stammkunden.
Welche Fehler verschenken Abschlüsse im Checkout?
Das verschenkt Abschlüsse im Checkout
- Registrierung zur Pflicht machen, bevor bestellt werden kann.
- Den Gastkauf-Button so verstecken, dass er kaum gefunden wird.
- Beim Gastkauf mehr Daten abfragen als für die Bestellung nötig.
- Das Konto-Angebot mitten im Checkout statt nach dem Kauf platzieren.
FAQ
Häufige Fragen zu Gastkauf
Warum ist ein Gastkauf wichtig?
Weil ein Pflichtkonto viele Käufer abschreckt. Der Gastkauf lässt sie ohne Hürde bestellen und senkt damit die Abbruchrate im Checkout spürbar – besonders bei Erstkunden, die den Shop noch nicht kennen.
Sollte ich trotzdem ein Kundenkonto anbieten?
Ja, aber freiwillig. Ideal ist, den Gastkauf als Standard anzubieten und die Kontoerstellung optional nach dem Kauf vorzuschlagen – etwa mit dem Hinweis auf schnellere künftige Bestellungen. So gewinnst du beides: Abschlüsse und Stammkunden.
Erhöht ein Gastkauf wirklich die Conversion?
In der Regel ja – das Entfernen der Registrierungspflicht gehört zu den wirkungsvollsten Checkout-Optimierungen. Wie groß der Effekt ist, lässt sich am besten über einen A/B-Test im eigenen Shop überprüfen.
Welche Daten braucht ein Gastkauf?
Nur das, was für die Bestellung nötig ist: in der Regel Name, Liefer- und Rechnungsadresse, E-Mail für die Bestätigung sowie die Zahlungsdaten. Je weniger Pflichtfelder, desto geringer die Reibung – alles Weitere lässt sich später freiwillig im Konto ergänzen.
Wie viele Käufer brechen wegen eines Pflichtkontos ab?
Genug, dass es weh tut: Laut Baymard Institute liegt die durchschnittliche Warenkorbabbruchrate bei rund 70 %, und etwa 26 % der Abbrecher gehen gezielt, weil der Shop sie zur Kontoerstellung zwingt – das ist einer der häufigsten Abbruchgründe überhaupt. Ein prominenter Gastkauf entfernt genau diese Hürde und gehört deshalb zu den wirkungsvollsten Checkout-Optimierungen.
Muss der Gastkauf prominent sichtbar sein?
Ja. Baymards Usability-Studien zeigen, dass viele Kunden trotzdem abspringen, wenn der Gastkauf nicht als deutlich sichtbare Option angeboten wird. Ein versteckter oder klein gesetzter Gast-Button wirkt fast wie ein Pflichtkonto. Platziere den Gastkauf daher gleichwertig oder vor der Registrierung – nicht als unscheinbare Nebenoption.
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