Shopify-Shop
oder Amazon
— was passt?
Amazon bringt Käufer, die schon suchen – dafür zahlst du je Verkauf eine Gebühr und die Kundenbeziehung bleibt bei Amazon. Ein eigener Shopify-Shop gehört dir mit Marke, Preisen und Kundenkontakt, muss seine Besucher aber selbst gewinnen. Für viele Marken ist die Antwort: beides, mit klar verteilten Rollen.
Direkter Vergleich
Shopify-Shop und Amazon Seite an Seite.
Die Frage stellt sich fast jeder Händler: auf Amazon verkaufen, einen eigenen Shop aufbauen – oder beides? Die Kanäle funktionieren grundverschieden. Hier der ehrliche Vergleich nach Reichweite, Kosten, Kundenbeziehung und Abhängigkeit, und wann sich beide sinnvoll ergänzen.
| Kriterium | Shopify-Shop | Amazon |
|---|---|---|
| Grundprinzip | Eigener Onlineshop unter deiner Domain | Verkauf auf einem fremden Marktplatz |
| Besucher | Musst du selbst gewinnen: Google, Werbung, Social Media, Newsletter | Käufer suchen bereits auf Amazon nach Produkten |
| Start | Shop muss erst gebaut werden | Schnell gelistet, sobald Produktdaten und Bilder stehen |
| Laufende Grundkosten | Abo ab 27 € im Monat (bei jährlicher Zahlung, monatlich 36 €) | 39 € im Monat zzgl. MwSt. im Professional-Tarif |
| Kosten je Verkauf | Zahlungsgebühr, z. B. 2,1 % + 0,30 € je Kartenzahlung im Basic-Tarif | Verkaufsgebühr je nach Kategorie, meist 8–15 % vom Verkaufspreis |
| Kundenbeziehung | Kunden, E-Mail-Adressen und Wiederkäufe gehören dir | Der Käufer ist Amazon-Kunde, direkte Werbung an ihn ist nicht erlaubt |
| Marke & Gestaltung | Freie Gestaltung von Design, Inhalten und Aufbau | Feste Produktseite, gestaltbar über Bilder, A+ Content und Markenshop |
| Wettbewerb auf der Seite | Kein Konkurrent direkt neben deinem Produkt | Wettbewerber und Preise stehen direkt nebeneinander |
| Vertrauen beim Erstkauf | Muss aufgebaut werden: Bewertungen, Gütesiegel, Zahlarten | Bekannter Kaufprozess und Amazon-Kundenservice |
| Versand | Selbst oder über einen Fulfillment-Dienstleister | Selbst oder „Versand durch Amazon“ (FBA) gegen Gebühr |
| Abhängigkeit | Du bestimmst Preise, Regeln und Kommunikation | Amazon kann Gebühren, Regeln und Sichtbarkeit ändern |
Grünes Häkchen = klarer Vorteil bei diesem Kriterium. Kein Häkchen heißt nicht „schlecht“ – beide Systeme sind ausgereift.
Die Entscheidungshilfe
Wann passt was?
Shopify-Shop passt, wenn …
- Du hast eine eigene Marke und willst Kunden langfristig binden.
- Deine Produkte leben von Erklärung, Bundles, Abos oder Zubehör.
- Du hast schon Besucher – über Google, Social Media oder Stammkunden.
- Die Marge verträgt keine Verkaufsgebühr von 8–15 % je Bestellung.
Amazon passt, wenn …
- Deine Produkte werden auf Amazon bereits aktiv gesucht.
- Du willst schnell Umsatz, ohne erst eigene Reichweite aufzubauen.
- Neukunden sind dir wichtiger als die eigene Kundenliste.
- Du willst den Versand an Amazon abgeben (FBA).
Unser Fazit
Was passt zu dir?
Die Frage ist selten „entweder – oder“. Amazon ist stark darin, Käufer zu finden, die schon suchen. Der eigene Shop ist stark darin, aus Käufern Stammkunden zu machen – mit deiner Marke, deinen Preisen und deinem Kundenkontakt. Für viele Marken heißt das: Amazon für Reichweite und Neukunden, der Shopify-Shop für Marke, Bundles und Wiederkauf. Damit beides zusammenpasst, gehören Produktdaten, Bilder und Texte aus einer Hand. Genau dafür arbeiten wir auf beiden Plattformen.
Häufige Fragen
Fragen zu Shopify-Shop oder Amazon.
Du hast eine andere Frage? Schreib uns einfach – wir antworten schnell und ehrlich.
Ist Amazon oder ein eigener Shopify-Shop günstiger?
Die Grundgebühr ist ähnlich: Shopify kostet im Basic-Tarif 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung, der Amazon-Professional-Tarif 39 € zzgl. MwSt. Der Unterschied liegt beim einzelnen Verkauf: Amazon nimmt je nach Kategorie meist 8–15 % Verkaufsgebühr, im eigenen Shop fallen vor allem Zahlungsgebühren an. Dafür musst du im eigenen Shop Besucher selbst gewinnen – oft über Werbung, die ebenfalls Geld kostet. (Preise laut Shopify und Amazon, Stand Oktober 2026.)
Kann ich auf Amazon und im eigenen Shop gleichzeitig verkaufen?
Ja, viele Marken machen genau das. Wichtig sind einheitliche Produktdaten, Bilder und Preise sowie ein sauberer Abgleich der Bestände, damit nichts doppelt verkauft wird. Dafür gibt es Apps, die Shopify und Amazon verbinden.
Darf ich Amazon-Kunden in meinen eigenen Shop holen?
Nicht gezielt. Amazon verbietet, Käufer über Nachrichten oder Paketbeilagen auf die eigene Website umzuleiten oder ihnen Werbung zu schicken. Was erlaubt ist: eine starke Marke aufzubauen, die Käufer wiedererkennen – und die sie dann von selbst in deinem Shop suchen.
Womit sollte ich anfangen – Amazon oder eigener Shop?
Wenn dein Produkt auf Amazon bereits gesucht wird und du schnell Umsatz brauchst, ist Amazon der schnellere Start. Wenn du eine Marke mit Stammkunden aufbauen willst oder dein Produkt viel Erklärung braucht, ist der eigene Shop die bessere Basis. Wer beides plant, legt Produktdaten und Bilder von Anfang an so an, dass sie für beide Kanäle taugen.
Brauche ich für Amazon eine eigene Marke?
Zum Verkaufen nicht. Für A+ Content, den Markenshop und den Schutz deiner Produktseiten brauchst du aber eine eingetragene oder angemeldete Marke in der Amazon Brand Registry. Für den eigenen Shop ist eine Marke keine Voraussetzung, aber der wichtigste Grund, warum Kunden wiederkommen.
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