Lexikon
Gutschein
Rabattcode, Gutscheincode
Ein Gutschein (Rabattcode) gewährt Kunden einen Preisnachlass – ein vielseitiges Werkzeug für Conversion, Kundenbindung und das Zurückholen von Abbrechern.
Zuletzt aktualisiert:
Was ist ein Gutschein?
Gutscheine senken im richtigen Moment die Hemmschwelle zum Kauf – etwa ein Willkommensrabatt für Erstkäufer oder ein Code zum Zurückholen von Warenkorbabbrechern. Richtig eingesetzt steigern sie Conversion und Bestellwert.
Wichtig ist Maß: Dauerrabatte gewöhnen Kunden an niedrige Preise und schmälern die Marge. Gutscheine wirken am besten gezielt und mit klarem Anlass.
Auf einen Blick
- Ein Gutschein gewährt einen Preisnachlass – per Code oder automatisch.
- Gezielt einsetzen: Erstkauf, Warenkorb-Rückholung, Mindestbestellwert, Treue.
- Über einen Mindestbestellwert hebt er sogar den Bestellwert (AOV).
- Maß halten – Dauerrabatte gewöhnen Kunden an niedrige Preise.
Wofür eignen sich Gutscheine?
- Willkommensrabatt für Newsletter-Anmeldung oder Erstkauf.
- Warenkorbabbrecher per Code zurückholen.
- Mindestbestellwert fördern (z. B. „10 % ab 80 €“) und so den AOV heben.
- Bestandskunden für Wiederkäufe oder Treue belohnen.
- Zeitlich begrenzte Aktionen mit echtem Anlass.
Welche Gutschein-Typen gibt es?
| Typ | Beispiel | Wirkt vor allem auf |
|---|---|---|
| Prozentrabatt | 10 % auf alles | Conversion |
| Festbetrag | 5 € geschenkt | Erstkauf & Rückholung |
| Mindestbestellwert | 10 % ab 80 € | Bestellwert (AOV) |
| Versandkostenfrei | Gratis-Versand-Code | Conversion & Abbruch |
| Treue-/Wiederkauf | Code für Stammkunden | Kundenbindung |
Was bringt ein Willkommensrabatt – ein Rechenbeispiel?
Angenommene Zahlen zur Veranschaulichung – keine garantierten Werte.
- Newsletter-Anmeldungen / Monat
- 500
- Erstkauf ohne Code (8 %)
- 40 Käufe
- Erstkauf mit 10 %-Willkommenscode (angenommen, 14 %)
- 70 Käufe
- Ø Bestellwert
- 60 €
- Gewährter Rabatt (10 % auf 70 Käufe)
- − 420 €
Der Code kostet Marge, aktiviert aber zusätzliche Erstkäufer. Den Bestellwert-Effekt vertieft der Eintrag AOV.
Tipp: Gutschein an eine Bedingung knüpfen
Ein Mindestbestellwert macht aus dem Rabatt einen AOV-Hebel statt einer reinen Margenkürzung – Kunden legen für den Code noch etwas dazu.
Häufige Fehler
- Dauerrabatte – Kunden warten dann nur noch auf den nächsten Code.
- Codes ohne Bedingung verschenken Marge auch an ohnehin kaufbereite Kunden.
- Öffentlich kursierende Codes ohne Limit höhlen den Vollpreis aus.
- Unklare Bedingungen (Gültigkeit, Ausschlüsse) führen zu Frust.
FAQ
Häufige Fragen zu Gutschein
Erhöhen Gutscheine den Umsatz?
Gezielt eingesetzt ja: Sie senken die Kaufhürde, holen Abbrecher zurück und können über Mindestbestellwerte den Bestellwert erhöhen. Entscheidend ist, sie mit klarem Anlass einzusetzen statt als Dauerrabatt.
Wann sollte ich Rabattcodes einsetzen?
Vor allem an Schlüsselmomenten: zur Newsletter-Anmeldung, beim Erstkauf, zum Zurückholen von Warenkorbabbrechern oder bei zeitlich begrenzten Aktionen. So entfalten sie Wirkung, ohne die Marke zu „verbilligen“.
Schaden zu viele Gutscheine der Marge?
Ja, wenn sie zum Dauerzustand werden: Kunden warten dann auf den nächsten Rabatt und der volle Preis verliert an Glaubwürdigkeit. Besser sind gezielte, anlassbezogene Codes mit klaren Bedingungen.
Wie hoch sollte ein Gutschein sein?
So niedrig wie möglich, so hoch wie nötig: Der Rabatt soll den entscheidenden Anstoß geben, ohne die Marge unnötig zu belasten. Üblich sind moderate Willkommensrabatte – wichtiger als die Höhe sind ein klarer Anlass und sinnvolle Bedingungen wie ein Mindestbestellwert.
Kann ein Gutscheinfeld im Checkout schaden?
Ja, wenn es zu prominent ist. Eine PayPal/Comscore-Auswertung zeigt, dass rund 27 % der Käufer den Warenkorb verlassen, um nach einem Gutscheincode zu suchen – und etwa 85 % suchen ohnehin vor dem Kauf nach Codes. Ein großes leeres Feld lenkt vom Abschluss ab und vermittelt das Gefühl, ohne Code „zu viel“ zu zahlen. Besser: das Feld hinter einem dezenten Link („Gutscheincode?“) verstecken oder den Rabatt automatisch anwenden, sodass die Ersparnis ohne Suche sichtbar wird.
Was passiert, wenn ein Gutscheincode nicht funktioniert?
Das kostet direkt Abschlüsse: Rund 8 % der Abbrecher nennen einen nicht funktionierenden Code als Grund. Abgelaufene, an Bedingungen geknüpfte oder öffentlich kursierende Codes führen zu Frust mitten im Checkout. Deshalb gilt: Bedingungen (Gültigkeit, Mindestwert, Ausschlüsse) klar kommunizieren und bei einem ungültigen Code eine verständliche Hinweismeldung statt einer bloßen Fehlermeldung zeigen.
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