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Lexikon

Marktplatz

Online-Marktplatz

Ein Marktplatz ist eine Plattform wie Amazon oder eBay, auf der viele Händler ihre Produkte einem großen, bereits vorhandenen Publikum anbieten.

Zuletzt aktualisiert:

Was ist ein Marktplatz?

Marktplätze bringen sofort Reichweite: Millionen Menschen suchen dort direkt nach Produkten. Dafür gibst du einen Teil der Kontrolle ab – über Marke, Preisgestaltung, Kundendaten und Margen – und stehst in direktem Wettbewerb mit anderen Anbietern.

Viele Marken fahren deshalb zweigleisig: Sichtbarkeit und Volumen über Marktplätze, Markenaufbau und bessere Margen über den eigenen Shop.

Auf einen Blick

  • Ein Marktplatz (Amazon, eBay …) bietet ein großes, vorhandenes Publikum.
  • Sofortige Reichweite – im Tausch gegen Marge, Kontrolle und Kundendaten.
  • Im eigenen Shop bleiben Marke, Daten und Marge bei dir.
  • Viele Marken kombinieren beides: Reichweite plus Markenaufbau.

Marktplatz oder eigener Shop – was passt besser?

Beide Kanäle haben gegensätzliche Stärken: Der Marktplatz bringt Reichweite, der eigene Shop Kontrolle und Marge. Diese Gegenüberstellung macht die Abwägung greifbar:

Marktplatz

Reichweite

  • Großes Publikum ab Tag 1
  • Vertrauen der Plattform inklusive
  • Provision, Wettbewerb, fremde Kundendaten

Eigener Shop

Kontrolle

  • Volle Kontrolle über Marke und Erlebnis
  • Eigene Kundendaten und bessere Marge
  • Traffic muss selbst aufgebaut werden

Was kosten Marktplätze wirklich?

Angenommene Zahlen zur Veranschaulichung – keine garantierten Werte.

Verkaufspreis
40 €
Verkaufsprovision (z. B. 15 %)
− 6 €
Versand
− 4 €
Wareneinkauf
− 20 €
Gewinn je Verkauf≈ 10 €

Die Provision schmälert die Marge spürbar – im eigenen Shop entfällt sie, dafür musst du den Traffic selbst aufbauen. Die genauen Provisionen variieren je Plattform und Kategorie.

Tipp: zweigleisig fahren

Marktplatz für Reichweite, eigener Shop für Marge und Marke. Viele Marken nutzen den Marktplatz als Einstieg und führen Kunden anschließend in den eigenen Shop.

Welche Fehler machen auf Marktplätzen abhängig?

Das macht auf Marktplätzen abhängig

  • Sich komplett von einer Plattform abhängig machen.
  • Vergessen, dass die Kundendaten der Plattform gehören.
  • Preis- und Margendruck unterschätzen.
  • Keine eigene Marke aufbauen – austauschbar bleiben.

FAQ

Häufige Fragen zu Marktplatz

Was ist besser: Marktplatz oder eigener Onlineshop?

Beides hat seine Stärken. Ein Marktplatz bringt schnell Reichweite, kostet aber Marge und Kontrolle. Der eigene Shop bietet bessere Margen, eigene Kundendaten und Markenaufbau, braucht dafür eigenen Traffic. Für viele Marken ist die Kombination ideal.

Welche Marktplätze gibt es?

Die bekanntesten im DACH-Raum sind Amazon und eBay, dazu kommen spezialisierte Plattformen (z. B. für Mode, Handwerk oder bestimmte Branchen). Welcher passt, hängt von Produkt, Zielgruppe und Gebühren ab.

Sollte ich gleichzeitig auf Amazon und im eigenen Shop verkaufen?

Oft ja: Der Marktplatz liefert Reichweite und Volumen, der eigene Shop baut Marke, Marge und Kundenbeziehung auf. Wichtig ist eine konsistente Darstellung und eine klare Strategie, welcher Kanal welche Rolle spielt.

Was kostet der Verkauf auf einem Marktplatz?

Meist eine Verkaufsprovision pro Bestellung (oft prozentual), teils Grund- oder Einstellgebühren und Kosten für Werbung auf der Plattform. Die Höhe hängt von Plattform und Kategorie ab und schmälert die Marge – das gehört in die Kalkulation.

Wie wichtig sind Marktplätze im deutschen Onlinehandel?

Sehr wichtig – sie sind der größte Vertriebskanal. Marktplätze wie Amazon, eBay, Otto oder Zalando machen zusammen rund 54–55 % des deutschen Onlinehandels aus (etwa 44 Mrd. €). Dabei dominiert Amazon klar: Auf Amazon (Eigenhandel plus Marketplace) entfielen 2024 rund 63 % der Online-Einzelhandelsumsätze in Deutschland, Tendenz steigend. Bemerkenswert: Über die Hälfte der bei Amazon verkauften Ware stammt nicht von Amazon selbst, sondern von Drittanbietern – der Marktplatz ist also für viele Händler ein zentraler Absatzweg.

Wie hoch sind die Gebühren auf Amazon und eBay?

Den größten Posten macht die Verkaufsprovision aus. Bei Amazon liegt sie je nach Kategorie meist bei rund 8–15 % des Verkaufspreises (manche Kategorien höher, dazu eine kleine Mindestgebühr); wer Versand über Amazon (FBA) und ein Verkäuferkonto nutzt, zahlt zusätzliche Versand- und Grundgebühren. eBay verlangt eine Verkaufsprovision von etwa 13–15 % inklusive Zahlungsabwicklung. Die genauen Sätze unterscheiden sich nach Plattform und Kategorie – rechne sie immer in deine Marge ein.

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