Lexikon
Landingpage
Eine Landingpage ist eine fokussierte Seite mit genau einem Ziel, auf der Besucher – meist aus einer Werbeanzeige – gezielt zur Handlung geführt werden.
Zuletzt aktualisiert:
Was ist eine Landingpage?
Anders als die Startseite, die viele Zwecke erfüllt, ist eine Landingpage auf eine einzige Aktion ausgerichtet. Alles auf der Seite zahlt auf dieses Ziel ein.
Wichtig ist der Message Match: Was die Anzeige verspricht, muss die Landingpage sofort einlösen – das verhindert Absprünge und steigert die Conversion.
Auf einen Blick
- Eine Landingpage verfolgt genau ein Ziel – alles lenkt auf diese eine Aktion.
- Message Match: Das Versprechen der Anzeige wird sofort sichtbar eingelöst.
- Weniger Ablenkung (kein Menü, keine Fremdlinks) bedeutet meist höhere Conversion.
- A/B-Tests holen aus jeder Landingpage zusätzliche Käufe heraus.
Was gehört auf eine gute Landingpage?
- Eine klare Überschrift, die das Versprechen der Anzeige aufgreift.
- Ein einziges, eindeutiges Ziel und ein dazu passender Call-to-Action.
- Die wichtigsten Argumente und Vorteile – scanbar, nicht als Textwand.
- Vertrauen: Bewertungen, Siegel, klare Konditionen.
- Wenig Ablenkung: keine konkurrierenden Links oder Menüs.
Wie ist eine Landingpage aufgebaut?
Eine wirksame Landingpage folgt einer klaren Dramaturgie: erst Aufmerksamkeit und Versprechen, dann Beweis und Einwandbehandlung, am Ende die Handlung.
- 1
Above the Fold
Überschrift mit dem Anzeigen-Versprechen, ein Schlüsselbild und der erste Call-to-Action – ohne Scrollen sichtbar.
- 2
Nutzen statt Funktionen
Was hat der Besucher davon? Vorteile konkret und scanbar formulieren.
- 3
Beweis
Bewertungen, Logos, Vorher-nachher oder Zahlen machen das Versprechen glaubwürdig.
- 4
Einwände ausräumen
Typische Bedenken (Preis, Aufwand, Risiko) vorwegnehmen und beantworten.
- 5
Klarer Abschluss
Den Call-to-Action wiederholen – ein Ziel, ein Button, keine Konkurrenz.
Wie unterscheidet sich eine Landingpage von Start- und Produktseite?
| Seitentyp | Ziel | Fokus |
|---|---|---|
| Startseite | Überblick & Einstieg | Viele Wege, breite Navigation |
| Kategorieseite | Auswahl ermöglichen | Mehrere Produkte vergleichen |
| Produktseite | Ein Produkt verkaufen | Details, Varianten, Kaufbutton |
| Landingpage | Eine Aktion auslösen | Ein Ziel, minimale Ablenkung |
Was bringt eine fokussierte Landingpage?
Angenommene Zahlen zur Veranschaulichung – keine garantierten Werte.
- Besucher aus der Anzeige / Monat
- 5.000
- Conversion-Rate allgemeine Seite
- 1,2 %
- Käufe über die allgemeine Seite
- 60
- Conversion-Rate fokussierte Landingpage
- 2,4 %
- Käufe über die Landingpage
- 120
- Ø Bestellwert
- 60 €
Schon eine verdoppelte Conversion-Rate verdoppelt bei gleichem Anzeigenbudget den Umsatz aus der Kampagne. Mit dem Conversion-Rate-Rechner kannst du dein eigenes Szenario durchspielen.
Tipp: erst Message Match, dann Feinschliff
Der größte Hebel ist die Übereinstimmung von Anzeige und Landingpage. Stimmt die Botschaft, holen A/B-Tests an Überschrift, CTA und Reihenfolge weitere Conversions heraus.
Häufige Stolpersteine
- Mehrere Ziele auf einer Seite – der Besucher entscheidet sich für keins.
- Die Anzeige verspricht etwas, das die Seite nicht sofort einlöst (Message Mismatch).
- Volles Hauptmenü und Fremdlinks lenken vom einen Ziel ab.
- Call-to-Action erst ganz unten – viele Besucher sehen ihn nie.
FAQ
Häufige Fragen zu Landingpage
Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Startseite?
Die Startseite ist der allgemeine Einstieg und dient vielen Zwecken. Eine Landingpage ist auf genau ein Ziel zugeschnitten – etwa eine konkrete Anfrage oder einen Kauf – und blendet alles aus, was davon ablenkt.
Wofür braucht man eine Landingpage?
Vor allem für Werbekampagnen und gezielte Aktionen: Wer auf eine Anzeige klickt, soll genau das vorfinden, was versprochen wurde – ohne Umwege. Das steigert die Conversion deutlich gegenüber einer allgemeinen Seite.
Was macht eine gute Landingpage aus?
Ein klares Versprechen passend zur Anzeige, ein einziges Ziel, überzeugende Argumente, sichtbares Vertrauen und ein eindeutiger Call-to-Action – bei minimaler Ablenkung. Feinschliff über A/B-Tests holt zusätzliche Conversions heraus.
Landingpage oder Startseite für Google Ads?
Für bezahlte Anzeigen fast immer eine eigene Landingpage: Sie löst das Anzeigen-Versprechen direkt ein und lenkt nicht ab. Das verbessert die Conversion und über den Qualitätsfaktor oft auch den Klickpreis.
Wie viele Formularfelder sollte eine Landingpage haben?
So wenige wie möglich. Jedes zusätzliche Pflichtfeld erhöht die Hürde und die Abbruchrate – meist reichen ein bis drei Felder (z. B. E-Mail, optional Name). Frag nur ab, was du jetzt wirklich brauchst; weitere Daten lassen sich später nachfassen.
Wie lang sollte eine Landingpage sein?
Es gibt keine feste Länge – sie richtet sich nach dem Angebot. Einfache, günstige oder bekannte Angebote brauchen wenig: Versprechen, ein paar Argumente, Call-to-Action. Erklärungsbedürftige oder teure Angebote vertragen mehr Länge, weil sie mehr Beweise und Einwandbehandlung erfordern. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern dass jeder Abschnitt aufs eine Ziel einzahlt.
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